3a Min-Tao
Dass ich im Moment glaube, dass aus Min-Tao kein eigenständiges Buch wird, liegt daran, dass ich nicht weiß, wie viel ich letzten Endes rausschmeißen muss. So toll es auch sein mag, ein Buch geschrieben zu haben: Im Moment ist es einfach nicht fertig, zu viel ist noch unstimmig. Damit wollte ich nicht sagen, dass die ganze Arbeit zum wegwerfen ist. Sicherlich könnte man es verbessern - muss man es auch. Aber im Moment habe ich dafür keine Zeit.
Vielleicht wird es eine Kurzgeschichte - oder doch Teil eines größeren Werkes. Wir werden sehen...
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Franca-Lombardi - 26. Okt, 20:47
53 mal gelesen
Heute ist mein Manuskript von einer Korrekturlesung mit konstruktiver und sehr hilfreicher Kritik zurückgekommen und - um ehrlich zu sein - so mit Abstand - bin ich schwer am überlegen, wie ich weitermachen soll... Ich bin mittlerweile sehr sicher, dass der dubiose Verlag das Manuskript gar nicht gelesen hat, denn sonst wären ihnen gewisse Dinge aufgefallen und sie hätten mich nicht über den Klee hinaus gelobt. Denn die Distanz macht es offenbar: Neben den wirklich guten Stellen existieren leider ein paar ensetzlich konstruierte und nicht lesbare Seiten. Nun gut, es ist mein erstes Werk in dieser Länge...
Vielleicht hätte ich mein ursprüngliches Projekt nicht so sehr aus den Augen verlieren sollen: Das "Urbuch"; das, was ich von Anfang an schreiben wollte und verworfen habe, weil Min-Tao auszuufern drohte.
Doch um mein eigentliches Buch schreiben zu können, muss ich tatsächlich erst einmal die einzelnen Ideen niederschreiben, damit ich mir schlussendlich daraus die besten Szenen herausnehmen kann. Das bedeutet auf der anderen Seite, dass es von mir erst einmal laaaaaaaaaaaaaaaange nichts Offizielles geben wird, denn ich sehe vorerst davon ab, die einzelnen Bücher irgendjemandem anzubieten. Ob aus den Teilideen wirklich einmal Bücher werden, wird sich zeigen. Auf jedenfall danke ich Blanvalet für sein nettes Schreiben. Es macht mir bewusst, dass ich besser werden kann und so schreibe ich weiter, konzentriere mich auf Caràcas und werde sehen, was dabei herauskommt.
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3a Min-Tao
Franca-Lombardi - 6. Okt, 20:39
23 mal gelesen
Es geht auf und ab in meinem Leben und wird nie langweilig...
Vier Verlage hatte ich angeschrieben. Ich war sehr überrascht, bereits nach einer Woche von einem zu hören, der mir von Anfang an eigentlich sehr kompetent erschien; sei es vom Internetauftritt her als auch vom persönlichen Kontakt durch einen Freund, der den Verlagsstand auf der Leipziger Buchmesser besuchte. Der Verlag wirbt damit, dass er besonders jene anspricht, die sich noch nie getraut haben, ihr Manuskript einzusenden oder woanders mehrfach abgelehnt wurden. Ideal - dachte ich.
Sie waren begeistert, schrieben sie, und forderten das ganze Manuskript ein zur unverbindlichen Einsichtnahme. Hab ich gemacht... und bereits eine Woche später kam das Schreiben, über das ich mich so sehr gefreut hatte, mit einem Angebot, bei dem ich fast umgefallen bin: knapp 18.000 EUR Druckkostenzuschuss mit 30% Beteiligung an 19,80 EUR für knapp 400 Seiten in hochwertigem Paperback - der Verkaufspreis erschien mir gleich ein bischen zu hoch im Verlgeich zu den anderen Büchern, die in meinem Regal stehen. Das wären dann 3000 Exemplare gewesen, die ich sicher hätte verkaufen müssen.
Ich bin noch immer der Meinung, dass ich das schaffen würde, aber nicht bei diesem Preis und nur mit einem professionell arbeitendem Verlag, denn ich besitze keinerlei geschäftliche Beziehungen in diesem Bereich.
Ich habe lange überlegt, ob ich das alles im Detail erzählen soll. Dann hat mir eine Bekannte aus dem Bücherkistenforum einen Link gelegt - und seitdem ist alles ein bischen anders. Ich hatte wohl das Glück eine kleine Kopfnuss zu bekommen, die mich davor bewahrt hat, auch einer von denen zu werden, die mit diesem Verlag viel Geld verloren haben. Auf dieser Seite liest man von Erfahrungen, dass der Verlag stets viel Geld will mit der Begründung, die Finanzmittel wären bereits ausgeschöpft. Die Erfahrungen gehen dann aber dahin, dass sie von dem, was sie versprechen, oftmals nur einen Bruchteil auch durchführen.
Ich meine, es gibt immer zwei Seiten einer Angelegenheit - absolute Zufriedenheit findet man wahrscheinlich nirgends. Doch es war kein einziger positver Bericht dabei! Kein Einziger. Das hat mich stutzig gemacht.
Das Schlimme ist: Man beginnt zu zweifeln. Ist man am Ende gar nicht so gut, wie man gedacht hat? Haben sich alle anderen auch getäuscht. Sind Deine Freunde ehrlich?
Dann habe ich mir gedacht: Stop!! Wenn Du den Glauben an Dich und Deine Freunde verlierst, kannst Du gleich einpacken und aufgeben. Und das ist nicht meine Art. Ich danke für die Hilfe und Unterstützung, die ich - mal wieder zum richtigen Zeitpunkt - erhalten habe, bleibe zuversichtlich und suche einfach weiter. Ich weiß, dass ich gut bin und es eines Tages schaffen werde. Und ich freue mich, dass ich meine Leser an meiner Seite habe und mich mit ihnen austauschen kann! Die anderen Verlage haben sich ja innerhalb des üblichen 6-8-Wochen-Rahmens noch nicht gemeldet - da kommt bestimmt noch was.
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Franca-Lombardi - 15. Jun, 20:25
16 mal gelesen
Heute habe ich an zwei große und einen kleineren Verlag mein Exposé geschickt. Bin schon sehr gespannt, was passiert.
Die kleine Poststelle in meinem Ort wird von einer Griechin betrieben, die Angesichts des großen Kuverts gleich meinte: "Bäwärbhung?" Ich nickte und sie besprach meine Kuverts mit einem griechischen Glücksspruch. Ich hab leider kein Wort verstanden, aber Segenssprüche nehm ich doch immer gerne mit...
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Franca-Lombardi - 14. Mai, 20:22
18 mal gelesen
Für Bewerbungen bei Verlagen benötige ich einen Klappentext. Es ist schon seltsam, wie schwierig es ist, so viele Seiten auf wenige Sätze zu komprimieren, während man nicht zu viel verraten darf, gleichzeitig aber auch neugierig machen soll...
Ein gemeinsamer Plausch mit einer Freundin in einem Kaffeehaus in der Isarstadt Münchens brachte zu Tage, dass mein bisheriger Klappentext wohl nicht das wiederspiegelt, was das Buch interessant macht.
Beflügelt vom Grapfruitsaft verloren wir uns sehr schnell in einem Brainstorming. Unstrukturierte Ideenfetzen wollten niedergeschrieben werden, aber weit und breit kein Papier in den bodenlosen Tiefen meiner Handtasche. Da musste - ganz klassisch - eine weiße Serviette herhalten. Und nun halte ich sie vor mir: Meine Klappentextserviette.
In einem kleinen Tagtraum haben wir uns vorgestellt, wie sie eines Tages berühmt sein wird und eingerahmt über meinem Kirschholzschreibtisch hängt. Ich werde hinaufsehen und immer an den sonnigen Montag im Kaffeehaus in der Isarstadt denken und mich über den schönen Nachmittag in angenehmer Gesellschaft freuen.
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Franca-Lombardi - 28. Apr, 20:20
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Min-Tao ist vorerst abgeschlossen. 102.000 Wörter auf 435 Normseiten.
Ein fulminantes und packendes Ende mit Tränen Seitens meines korrekturlesenden Mannes (O-Ton: Mist! Jetzt brauch ich doch noch ein Taschentuch!)
Nun lass ich mein Werk noch ein paar Tage liegen, lese es mir dann ein letztes Mal durch und beschäftige mich anschließend mit letzten Verbesserungen.
Ich bin glücklich...
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Franca-Lombardi - 2. Apr, 20:10
17 mal gelesen
Ich habe über das Internet eine chinesische Frau kennen gelernt: Wang Shuwen.
Mir ihrer Hilfe konnte ich die chinesischen Namen, die bis dato reine Erfindung waren, korrigieren und ihnen die richtige Schreibweise geben. So wird u.a. aus Min-Tau jetzt Min-Tao - was mir gleich viel besser gefällt.
Diese Frau ist ein Geschenk des Himmels!
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Franca-Lombardi - 15. Mrz, 20:13
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Die ersten Testleser haben ihre Kommentare abgegeben. Neben ein paar Anregungen gab es auch viele Komplimente. Das geht natürlich runter wie Öl! Es freut mich, wenn meinen Lesern die Dinge gefallen, die ich schreibe. Ich schätze die Ehrlichkeit echter Freunde und freue mich über konstuktive Kritik.
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Franca-Lombardi - 18. Feb, 20:08
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Momentan werden die Texte von mir vollständig überarbeitet, die Leseproben waren daher nicht mehr aktuell. Deshalb habe ich sie vorerst vom Netz genommen, bis ich etwas Neues habe, was ich vorstellen möchte.
Das Überarbeiten nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, so dass ich noch immer nicht dazu gekommen bin, mich dem Ende zu widmen. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass ich Ende März vollständig fertig bin. Man wächst schließlich an den eigenen Herausforderungen.
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Franca-Lombardi - 10. Feb, 20:05
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Ich merke in letzter Zeit öfters, dass sich Ideen zur zweiten Geschichte in meinen Kopf stehlen. Ich muss mich sehr konzentrieren, dass ich den Fluss von Min-Tau nicht verliere. Dennoch möchte ich die anderen Ideen nicht ignorieren und bin eifrig am Notizzettel schreiben. Überall liegen gelbe "Office Notes" herum, kleben an der Wand, auf der Tischplatte und so langsam nervt mich das Chaos ein wenig.
Wie schaffen es anderen Autoren, mehrere Projekte gleichzeitig zu bearbeiten? Kommt man da nicht zwangläufig durcheinander?
Das zweite Projekt wird wieder nicht Dantez und Frowin sein, wie ich eigentlich dachte. Der Schauplatz in Caracas/Venezuela drängt sich mir ständig auf und in den letzten Tagen erhalte ich immer wieder Informationen über Kakaoplantagen, Kakaoernte, Lebensbedinungen im 19. Jahrhundert; ich sehe Szenen in meinem Kopf vorüberziehen von einer Schiffahrt, von einer anstrengenden Ehefrau, von Sklaven...
Dabei muss ich Min-Tau und Bao Sen-Ho erst Mal zu einem Ende bringen...
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Franca-Lombardi - 29. Jan, 20:03
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