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4b Rezension Storica

Freitag, 11. Januar 2008

Gabaldon, Diana: Ein Hauch von Schnee und Asche (Bd.6 Saga)



Kurbeschreibung:
"Ein Hauch von Schnee und Asche" ist der sechste Band der mittlerweile siebenbändigen Highland-Saga um James Fraser und Claire Randall.

Man schreibt das Jahr 1772, und in der Neuen Welt gärt es bedrohlich. Hilflos müssen Claire Randall, die Zeitreisende aus dem 20. Jahrhundert, und ihr geliebter Mann Jamie Fraser beobachten, wie die Kolonien auf einen unausweichlichen Krieg zusteuern. Über all dem hängt jedoch die ganz persönliche Drohung eines Zeitungsausschnitts aus dem Jahr 1776, der von der Zerstörung des Hauses auf Fraser's Ridge berichtet - und vom Feuertod eines gewissen James Fraser und seiner gesamten Familie. Jamie hofft, dass sich seine Frau ausnahmsweise mit ihrer Vorhersage irrt und ihre Liebe kein sinnloses Opfer der Flammen wird...
Der Lektor scheint noch immer der gleiche seit "Das flammende Kreuz" zu sein. "EHvSuA" wirkt genauso aufgeblasen wie sein Vorgänger und die ersten beiden Drittel kamen mir vor wie der zähe und verbissene Versuch, eigene (amerikanische) Geschichte aufzuarbeiten. Ich fühlte mich wie in einem Tischtennisspiel: Ein schnelles Ping-Pong zwischen Briannas Haushalt auf der einen und Jamies auf der anderen.

Doch dann kam mit Teil 10 ein konstantes Setting, ein schnelleres Tempo und endlich wieder alte Gesichter und Geschichten. Das machte mir bewusst, wie sehr ich Schottland und die Fraser-Familie vermisse; würde sogar gerne wissen, was aus der Zimtzicke Laoghaire geworden ist.

Einen Hauch von weniger Brianna wäre ebenfalls wünschenswert. Sie dominiert diese Geschichte mitterlweile so sehr mit für die Handlung eher unwichtigen Szenen, dass man nicht mehr sagen kann, ob es jetzt ein Jamie-Claire- oder ein Brianna-Roger-Roman ist. Ich finde die Entscheidung der jüngeren Generation sehr richtig und hoffe, dass damit wieder das Augenmerk auf Jamie und Claire gelenkt wird.

Abgesehen davon stimmt mich das Gerücht, im nächsten und vorletzten Band ginge es zurück nach Schottland mutig und optimistisch.

Für diesen Band erlebt meine Begeisterung ihren Tiefpunkt und ich vergebe eine gesamte Schulnote von 3,6.

- in: 4b Rezension Storica 26 mal gelesen

Mittwoch, 9. Januar 2008

Gabaldon, Diana: Das flammende Kreuz (Bd.5 Saga)



Kurzbeschreibung:
"Das flammende Kreuz" ist der fünfte Band der mittlerweile siebenbändigen Highland-Saga um James Fraser und Claire Randall.

North Carolina, 1770. In den Kolonien der Neuen Welt gärt es. Die Kluft zwischen den reichen Aristokraten Amerikas und der wachsenden Zahl von Siedlern, die ums nackte Überleben kämpfen, wird immer unerträglicher. Auch Jamie Frasers Traum von einer neuen Heimat ist bedroht. Denn Claire Randall, die Frau des 20. Jahrhunderts, kennt die Zukunft und weiß, dass der bittere Krieg um die Unabhängigkeit heraufzieht. Und ihre und Jamies Liebe auf die härteste Probe ihres Lebens stellen wird ...
Diana Gabaldon hatte mit diesem Buch einen neuen Lektor - und das merkt man. Er ließ ihr, wie sie in einem späteren Interview verriet, keine Zeit für Überarbeitungen und drängte sie, zu veröffentlichen. Aus diesem Grund wirkt dieses Buch aufgeblasener, als die Vorgänger. Für mich fand auch ein Schnitt statt, was die Cover anbelangt: Vorher hatten wir Frasertartan-Motive, ab jetzt wurden für die Paperbacks gleich die Symbol-Motive gewählt, die mir persönlich überhaupt nicht gefallen.

Was den Inhalt des Buches anbelangt, so bin ich nur sehr schwer in die Handlung eingetaucht. Das erste Fünftel des Buches spielt an einem einzigen Tag und langweilt mich persönlich so sehr, dass ich es einfach überblättert bzw. nur halbherzig gelesen habe. Vielleicht war es ein Fehler, sich nach der langen Wartezeit nicht die Vorgänger durchzulesen, so dass man fließend in das neue Buch eintauchen hat können... Mir ist es auch nach einem Komplett-Re-Read nicht gelungen, in die Handlung einzutauchen. Ich habe meine wenigen Lieblingsstellen markiert, die ich mir manchmal durchlese, aber das war´s dann auch schon. Ich könnte jetzt nicht einmal sagen, um was es eigentlich geht. Das amerikanische Setting interessiert mich kein bischen. Einziger Lichtblick: Ian ist wieder da.

So vergebe ich für diesen Roman eine Schulnote von 3,6.

- in: 4b Rezension Storica 17 mal gelesen

Dienstag, 8. Januar 2008

Gabaldon, Diana: Der Ruf der Trommeln (Bd.4 Saga)



Kurzbeschreibung:
"Der Ruf der Trommeln" ist das vierte Band der mittlerweile siebenbändigen Highlandsaga um James Fraser und Claire Randall.

Eigentlich hat Claire als Ärztin in Boston alles erreicht, was die moderne Zeit ihr bieten kann. Und doch führte die Liebe zu Jamie, dem rebellischen schottischen Clanführer, sie in "Ferne Ufer" erneut zurück in das 18. Jahrhundert. Unruhige Zeiten hatten Jamie aus seiner Heimat vertrieben.

Im 20. Jahrhundert beginnt nun für Brianna eine abenteuerliche Suche nach ihren Eltern, die sie schließlich zu ihnen und auf ihren eigenen Kontinent zurückführen wird, mitten hinein in die rauhe Welt der ersten Siedler.
In den unberührten Bergen von North Carolina hatten sich Claire und Jamie ein neues Leben fernab der Zivilisation ertrotzt.

Warum geht Brianna diesen gefährlichen Weg?
Also gut, ich gebe es offen zu: Ich bin kein begeisterter Fan von Brianna. Sie hat für mich keine Hauptrolle und nimmt für meinen Geschmack zu viel Platz ein in einem Buch, das eigentlich von ihren Eltern handelt. Freilich ist es spannend zu verfolgen, wie sie den Weg in die Vergangenheit sucht und ins Inverness des 18. Jahrhunderts findet. Spannend sind auch die Überfahrt und die erste Begegnung mit ihrem Vater. Ich kann auch ein Stück weit nachvollziehen, warum Roger ihr folgt...

Doch dann wird es verwirrend: Roger trifft auf Bonnet, der nach Randalls Tod die Rolle des Buh-Manns bekommt; findet Brianna; wird dann aber verschleppt und folgenreich zurückgekauft. Jamie tritt auf als despotischer Vater, das ganze in einem amerikanischen Setting, das mich nur wenig begeistert.

Für mich ein tolles Buch, aber bei weitem nicht so glorios wie seine Vorgänger. Ich vergebe eine Schulnote von 2,8

- in: 4b Rezension Storica 13 mal gelesen

Montag, 7. Januar 2008

Gabaldon, Diana: Ferne Ufer (Bd.3 Saga)



Kurzbeschreibung
"Ferne Ufer" ist der dritte Band der mittlerweile siebenreihigen Highland-Saga um James Fraser und Claire Randall.

Überzeugt, daß ihre große Liebe, der rothaarige Clanführer Jamie Fraser, in der blutigen Schlacht von Culloden 1746 gefallen ist, kehrte Claire Randall im zweiten Band "Die geliehene Zeit" mit seinem Kind unter dem Herzen in ihre eigene Zeit, ins 20. Jahrhundert zurück. Es war ihr jedoch unmöglich, Jamie zu vergessen.
Jetzt ist die gemeinsame Tochter Brianna 20 Jahre alt und gut versorgt, und für Claire kommt der Zeitpunkt, da sie mit einem winzigen Fünkchen Hoffnung erneut die gefährliche Reise durch den magischen Steinkreis ins Schottland des 18. Jahrhunderts antritt. Und tatsächlich findet sie Jamie - lebend! Aber ihre glühende, unermeßliche Liebe durch Zeit und Raum bleibt nicht lange ungestört. Denn Jamie hat sein Ziel - Unabhängigkeit für Schottland - nie aus den Augen verloren. Er wird wegen Hochverrats gesucht. So bleibt ihnen nur die Flucht - vor königlichen Henkern, korrupten Richtern und eifersüchtigen Frauen. Werden sie all den finsteren Machenschaften entkommen, das sichere Ufer eines fernen Landes erreichen können?
Das Buch beginnt mit Stunde 1 nach Culloden.
Jamie wähnt sich tot, wünschst es sich sehnlichst, denn gerade hat er alles verloren, was ihm lieb war: Seine Frau und sein ungeborenes Kind.
"Ferne Ufer" lässt uns teilhaben am einzelnen Werdegang der beiden Liebenden: Jamie im 18. Jahrhundert und Claire in ihrem persönlichem Rückblick der letzten zwanzig Jahre im 20. Jahrhundert.
Ich konnte es kaum erwarten, da sich ihre Lebenszeiten wieder kreuzen werden und war heilfroh, als Claire den dritten Sprung wagte: Diesmal wieder zurück zu ihrem Seelenpartner.

Das Wiedersehen ist emotional. Wenn dieser chinesische Diener nicht wäre, hätte mir das Buch um Längen besser gefallen. Freilich sind die Passagen mit Claire und Jamie wie gewohnt leidenschatlich, emotional und fesselnd; auch das Wiedersehen mit der Familie auf Lallybroch hat mir gut gefallen; doch dann tritt Laoghaire auf und das in einer Rolle, die ich ihr niiiiiiiiiiiiiiiiemals zugedacht hätte - die der betrogenen Ehefrau.
Es kommt einfach keine Ruhe in die Geschichte und ich bin etwas traurig, als wir Schottland verlassen. Lichtblicke erscheinen in der Gestalt des jungen Ian - doch alles in allem ist es nicht mehr das, was es zu Anfang war.

Ich vergebe eine Schulnote von 2,3

- in: 4b Rezension Storica 16 mal gelesen

Sonntag, 6. Januar 2008

Gabaldon, Diana: Die geliehene Zeit (Bd.2 Saga)



Klappentext
Claire Randall, eine Frau unserer Zeit: Ein magischer Zufall hat sie ins schottische Hochland des 18. Jahrhundert geführt. Claire findet sich wieder in einer Welt zwischen Aufklärung, Aberglaube und Hexenwahn - und schließlich in den Armen Jamie Frasers, des geächteten Clanführers mit dem feuerroten Haar und dem rebellischen Herzen. Es ist der Beginn einer Liebe, geschaffen für die Ewigkeit, doch Claire kehrt wieder in ihre Welt zurück...

Erst 1968, als ihr Mann Frank tot und ihre Tochter Brianna erwachsen ist, reist Claire Randall wieder in die Highlands. Und hier sucht sie endlich die Antwort auf die Frage, die sie all die Jahre gequält hat: Hat Jamie die grausame Schlacht von Culloden überlebt? Oder ist auch er mit den Träumen von Schottlands Freiheit untergegangen?

Wiederum schlägt für Claire in den Highlands die Stunde der Wahrheit. Und alle Spuren weisen zu einem geheimnisvollen alten Friedhof...


Meine Rezension
"Die geliehene Zeit" ist der zweite Band aus der mittlerweile siebenbändigen Highland-Saga um James Fraser und Claire Randall.

Zwanzig Jahre lang hat Claire ihr Geheimnis bewahrt. Doch nun kehrt sie mit ihrer Tochter Brianna nach Schottland zurück. Und mitten in den Highlands, auf einem verwunschenen alten Friedhof, schlägt für sie die Stunde der Wahrheit.

Das zweite Band las ich gleich im Anschluss an "Feuer und Stein" - und war zunächst sehr verwirrt. Wieso waren wir wieder in der Gegenwart und wieso hatte Claire eine Tochter - und wo ist Jamie - und überhaupt?
Der erste Teil interessierte mich überhaupt nicht; ich überflog ihn nach Schlagwörtern wie "Jamie", "Callum", "Lallybroch" - und überlas dabei fast die Schlüsselszene auf dem Friedhof, als Claire Jamies Grabstein entdeckt. Eine Welt brach für mich zusammen: Wie konnte das passieren?

Ab hier wurde es spannend: Der Pastorsohn Roger ist der einzige, der Claire zu glauben scheint und so erzählt sie ihm in Rückblenden ihre Geschichte.

Mir wäre es lieber gewesen, wir hätten an einem Stück die Zeit in der Vergangenheit verbracht, doch ich gewöhnte mich zwangsläufig an die Szenen mit Brianna und Roger.

Claire berichtet von ihrer Zeit in Frankreich, von den Versuchen, den nahen Krieg aufzuhalten und vom Scheitern dieser Idee; erzählt vom Unabhängigkeitskrieg und den Folgen - und wieder litt ich mit ihr, zitterte mit ihr, freute mich mit ihr und weinte um den Verlust von lieben Menschen.

Auch dieses Buch hat wieder Szene, die man kontrovers diskutieren könnte, doch schafft es Diana Gabaldon in meinen Augen stets plausibel zu erklären, warum die Szenen so abliefen, wie sie zu lesen waren - und Diana Gabaldon-Bücher sind nun mal ein Mix aus Krimi, Storica, Liebesroman und Unterhaltung.

Eine meiner Lieblingsszenen spielt in Frankreich, als Claire vor Jamie flieht und sie sich im Garten der gemeinsamen Freundin wieder finden; das Wortspiel mit der Sonne, die durch die Wolken bricht, erzeugt bei mir nach wie vor Tränen und einen Kloß im Hals.

"Die geliehene Zeit" hat mich beinahe genauso gefesselt wie "Feuer und Stein" und ich vergebe für dieses Buch eine Schulnote von 1,4

- in: 4b Rezension Storica 13 mal gelesen

Samstag, 5. Januar 2008

Gabaldon, Diana: Feuer und Stein (Bd.1 Saga)



Klappentext
Eine Zeitreise aus dem 20. Jahrhundert 200 Jahre zurück: Was Claire Beauchamp Randall erlebt, ist ebenso geheimnisvoll wie aufregend. Das Schottland dieser Epoche unterscheidet sich beträchtlich von dem friedlichen Ort, den Claire soeben mysteriöserweise verlassen hat: Die schottischen Clans kämpfen erbittert gegen die englische Besatzung; die Highlander sind geprägt von Rebellion und Verrat, von Aufklärung, Aberglaube und Hexenwahn. Und mitten unter ihnen Claire eine Frau des zwanzigsten Jahrhunderts, eine beargwöhnte Fremde, die die Menschen durch ihr seltsames Auftreten, ihre ungewöhnliche Sprache und ihre eigenartigen Kenntnisse in Aufruhr versetzt.

Da begegnet sie Jamie Fraser, dem mutigen Clanführer, der ihr mehr als einmal in lebensbedrohenden Situationen zu Hilfe eilt. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, und bald schon spürt Claire, dass dieser Mann über ihr Schicksal entscheidend mitbestimmen wird, dass sie an seiner Seite Liebe und Leidenschaft, Rebellion und tödliche Gefahr erleben wird. Claire muss schließlich die Entscheidung ihres Lebens treffen: zwischen der Zukunft und der Vergangenheit, zwischen ihrem Mann Frank und dem rothaarigen Rebellen Jamie Fraser. Eine Lektion hat sie inmitten dieses Abenteuers jedoch bereits gelernt dass der Instinkt eines Mannes, die Frau zu beschützen, die er liebt, so alt ist wie die Zeit...

Meine Rezension
"Feuer und Stein" ist der erste Band einer mittlerweile siebenbändigen Reihe der Highland-Saga um James Fraser und Claire Randall.

Die Berührung eines uralten, gespaltenen Steins innerhalb eines Steinkreises im schottischen Hochland nahe Inverness versetzt die junge Claire Randall aus dem Jahr 1946 zurück ins Jahr 1743.
Die Umgebung ist die gleiche geblieben, und so merkt Claire den Zeitsprung erst, als sie auf Zeitzeugen trifft und sich zunächst in den Dreharbeiten eines Historienfilms wähnt. Schon bald wird sie eines besseren belehrt.
Es ist eine unruhige Zeit, geprägt von Kampf, Rebellion, Verrat, Aberglaube und Hexenwahn. Claire fällt auf und gerät durch den Versuch, nach Hause zu kommen, in tödliche Gefahr. Notgedrungen lässt sie sich auf einen Plan der McKenzies ein und gibt sich in die Hände des jungen James Fraser. Die Gefahr ist zunächst gebannt, doch Claire will zurück... oder doch nicht?

Mir fiel das Buch im Sommer 1999 buchstäblich in den Schoß. Während einer Tournee durch das Piemont beobachtete ich eine Kollegin, die jede Gesangspause nutzte, ihre Nase in dieses Buch zu stecken. Beinahe am Ende angekommen, warf sie es angeekelt von sich und zufällig mir zu. "Diese Folterszene ist grausam", war zunächst alles, was sie sagte, nahm es dann aber doch wieder zurück und meinte: "Aber ich MUSS wissen, wie es ausgeht."
Meine Neugierde war geweckt. Kaum dass sie fertig war, bot sie es mir an mit den Worten: "Hier, aber ich kann für nichts garantieren. Du wirst ihm verfallen..."

"Ihm verfallen..." war genau das, was passierte...
Die ersten Seiten waren trocken und es wollte nicht so recht voran gehen. Einzig die Szene mit dem schottischen Geist vor dem Fenster ließ mich weiterlesen. Schließlich aber berührte Claire den gespaltenen Stein und mir war, als würde sie mich mit zerren; als würden wir uns im Strudel der Zeit verlieren und vollkommen verwirrt wieder zu uns kommen.

Von nun an war ich diejenige, die jede probenfreie Minute mit diesem Buch verbrachte. Noch vor Ort rief ich meine Mutter zu Hause in Deutschland an, sie müsse mir DAS Buch kaufen und auch noch den Nachfolger, damit ich gleich weiterlesen könne.

Wie im Fluge verbrachte ich als unsichtbarer Zuschauer die Szenerie: war mittendrin, hielt oft genug den Atmen an, wenn es brenzlig wurde; warf ein heimliches Auge auf Jamie; respektierte Callum, während ich Dougal nicht über den Weg traute; schloss Mrs. FitzGibbon in mein Herz, ebenso wie all die anderen liebenswürdigen Personen; hasste Laoghaire und hätte "Black Jack" Randall am liebsten entmannt.

Es war, als wäre ich mit Claire verbunden und ich war dankbar für die Einblicke in ihre Gefühlswelt: fühlte mit, als die Verzweiflung, nach Hause finden zu müssen, sie in höchste Lebensgefahr brachte; fühlte mit, als sie ihre Gefühle zu sortieren begann und sich zunächst gegen ihren Willen auf Jamie einließ; freute mich mit ihr, als sie "angekommen" schien; fühlte mich gespalten, als sie von Jamie vor die Wahl gestellt wurde und hoffte inständig, dass sie bitte die richtige Entscheidung träfe; litt mit ihr, als das Glück verloren zu gehen drohte und fühlte höchste Übelkeit, als "Black Jack" wieder sein Unwesen trieb - kein Wunder, dass man bei letzterem das Bedürfnis bekam, das Buch weit von sich zu schleudern.

Ich habe das Buch seit dieser ersten Begegnung an die elf Mal gelesen und immer wieder neue Aspekte entdeckt. Seit ich es kenne, habe ich schon viel darüber mit anderen Lesern diskutiert; habe neben den Begeisterten auch Menschen getroffen, die mit dem Buch nichts anfangen konnten, weil sie das Buch auf einzelne Szenen reduzieren. Szenen wie z.B.
  • die Liebesszenen, die zu heftig und häufig seien. Nun, das kann ich persönlich nicht finden. Diana Gabaldon schafft es, mit wenig Worten einen Film im Kopf zu erzeugen, der natürlich sehr erotisch ausfallen kann - je nach Phantasie des Lesers.
  • die Prügelszene, als Jamie keine andere Möglichkeit mehr sieht - aus seinem Weltbild heraus - seiner Frau klar zu machen, wie wichtig es in jener Zeit war, auf den Mann zu hören. Für uns Menschen aus einer aufgeklärten Zeit des Friedens ist dies natürlich sehr fragwürdig und fremd; doch die Szene spielt im 18. Jahrhundert, das darf man nicht vergessen.
  • die Folterszene, in der Black Jack seine krankhafte Neigung auslebt. Sie ist heftig, keine Frage und ich überblättere sie mittlerweile; doch sie ist nun einmal Teil der Geschichte und hat ihre Auswirkung in den folgenden Büchern. Was wäre ein Buch, wenn es harmonisch vor sich hin plätscherte? Einen Buh-Mann muss es geben
Ich lese das Buch immer wieder gerne, finde Jamie Fraser nach wie vor atemberaubend und die seelische Verbindung der beiden Hauptrollen herzergreifend.

Von daher gebe ich eine Schulnote von 1,1

- in: 4b Rezension Storica 18 mal gelesen

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